Mittwoch, 29. August 2007

3. Tag: In Hightech nach Wessobrunn

Etwas gehandikapt weil ich mal wieder mit meinem geschädigten Fuß umgeknickt bin dafür aber komplett in Microfaser gewandet ging ich den letzten Test an und wanderte von Herrsching zum Kloster Wessobrunn.

Mit Rücksicht auf den dicken Knöchel habe mich entschieden von Herrsching nach Dießen das Schiff zu nehmen und stand pünktlich um 09:30 am Steg für die 1. Überfahrt des Tages.



Danach waren es nur noch lockere 12km - ein Klacks!


So das ich bereits um 14 Uhr noch ziemlich fit in Wessobrunn ankam.


Erkenntnis des Tages: Microfaser und neue Wanderschuhe nehmen einen das Laufen zwar nicht ab - aber erleichtern es tatsächlich teilweise. Mit Rucksack schwitzt der Rücken natürlich trotzdem aber das Hemd wird doch deutlich schneller wieder trocken.
Abgesehen davon es trägt sich ganz angenehm. Ich befürchte nur: wenn ich 7 Tage unterwegs sein werde und nur eine Garnitur habe, werde ich nach der Woche wandern sehr männlich duften.

Begegnung des Tages: ich habe die ersten Pilger getroffen die denselben Weg gehen wie ich und ein kleines Schwätzchen über die richtige Richtung gehalten. Die Damen hatten hoffnungslos viel Gepäck dabei (ich würde sagen 15 kg waren das locker) und hatten zu allem Überfluss erhebliches Übergewicht. Mich würde interessieren in welchem Zustand die beiden ankamen.

Samstag, 18. August 2007

Shopping: Outdoor-Ausrüstung

Also gut, dann gehen wir mal einkaufen. In meinem Fall waren es:

1 Paar Salomon Trekkingschuhe für € 89,95
2 Paar Trekkingsocken: AirForce 1 von X-Socks für je 21.95 als gesamt: € 43,90
Eine Wanderhose von OCK für € 39,95
Sports Underwear von odlo (Unterhose + Shirt): € 44,95
Sowie ein Trekkinghemd ebenfalls von odlo für € 59,95

Insgesamt also:€ 278,70

Nicht schlecht für einen etwas längeren Spaziergang!

Frage des Tages: Das waren immerhin mal rund 550,- DM. Wie um Himmels Willen haben das die frühen Pilger finanziert?

2. Tag: von Kloster Schäftlarn nach Kloster Andechs

Wie weit sind eigentlich 25km zu Fuss? Schaffe ich das überhaupt und falls doch - wie geht es mir bzw. meinen Füssen danach? Die 2. Tagesetappe sollte eine Art Generalprobe darstellen und führte mich von Kloster Schäftlarn, vorbei am Starnberger See, zum Kloster Andechs.



Bis Kilometer 15 ging eigentlich alles ganz gut. Ab da wurden allerdings die Blasen an den Füßen, die sich ab Kilometer 10 angeküdigt haben langsam zur Gewissheit. Die letzten 6 Kilometer waren eine einzige Qual!

Aber immerhin - ich war zwar völlig erschöpft und jeder Schritt war schmerzhaft aber ich bin angekommen. Das Ergebnis: Zwei große Blasen am Fuss rechts und eine am linken Fuss und einen völlig erschöpften Körper. Die Vorstellung ich müsste am kommenden Tag nochmals 25km laufen erscheint mir vollkommen absurd. Alternativ verbringe ich ihn diesmal auf dem Sofa!

Erkenntniss des Tages: Ich benötige unbedingt eine vernünfitge Outdoor-Ausrüstung. Mit alten Wanderstiefeln, Baumwollsocken und in Jeans kommt man zwar auch an - aber wenn ich wirklich mehrere Tage solche Strecken zurücklegen möchte brauche ich jede Menge High-Tech!